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Wasserstoff wird günstiger: H2 Mobility senkt ab 1. Oktober die Preise um bis zu 16 Prozent

Während Benzin und Diesel teurer werden, macht der größte deutsche Wasserstoff-Tankstellenbetreiber das Gegenteil. Der Grund ist ein Instrument, das viele Autofahrer nur aus der Stromwelt kennen.

Ein blau-weißes Gehäuse, ein Aufkleber mit 350 bar: Solche Säulen von H2 Mobility werden ab dem 1. Oktober an 15 Standorten billiger. Der Bruttopreis pro Kilogramm fällt je nach Standort um 12 bis 16 Prozent. Betroffen sind Stationen, die ursprünglich vor allem für Wasserstoff-Pkw gebaut wurden. Die Spanne reicht von Bayreuth bis Wesseling.

Warum es günstiger wird: Den Hebel liefert der THG-Quotenhandel. Wer grünen Wasserstoff abgibt, spart nachweislich Treibhausgase ein, und diese Einsparung lässt sich als handelbare Quote vermarkten. Die Erlöse gibt H2 Mobility teilweise an der Zapfsäule weiter.

Der Trend: Schon zum 1. Juni hatte das Unternehmen an fünf neuen Stationen in Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf um rund zehn Prozent gesenkt. Für Flotten geht es noch deutlicher nach unten: Lkw-Kunden von hylane tanken an ausgewählten Stationen seit Anfang 2026 für rund 8 Euro netto je Kilogramm. Zum Vergleich: Vor Jahren lag ein weit verbreiteter Standardpreis bei 15,25 Euro pro Kilogramm.

Der Haken: Die Zahlen sind Preise pro Kilogramm, ein Vergleich mit Diesel und Strom hängt vom Verbrauch ab. Das dünne Netz und die kleine Modellauswahl bleiben unverändert.

Fazit: Wasserstoff wird nicht über Nacht billig, aber erstmals sinkt der Preis spürbar und zum zweiten Mal in diesem Jahr. Für Pkw-Fahrer ist das ein Signal, für Lkw-Flotten schon ein Rechenargument.

Bild: H2 Mobility

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