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Aiva ME7: Seres und CATL zeigen erstes Serienmodell zur Pariser Fashion Week

Der chinesische Autobauer Seres hat gemeinsam mit dem Batteriekonzern CATL eine neue Marke an den Start gebracht. Am Abend des 28. September stellte Aiva in Paris sein erstes Serienfahrzeug vor, den ME7. Die Bühne war ungewöhnlich gewählt: Die Präsentation fand im Rahmen der Pariser Fashion Week statt, nicht auf einer klassischen Automesse. Für die Marke ist es der Schritt vom Konzept zur Serienproduktion.

evtrend.de-aiva-me7-seres-und-catl-zeigen-erstes-serienmodell-zur-pariser-fashion-week-screenshot-2026-10-02-200009 Aiva ME7: Seres und CATL zeigen erstes Serienmodell zur Pariser Fashion Week

Ein Mittelklasse-SUV mit Coupé-Linie

Der ME7 ist ein Crossover-SUV mit abfallender Dachlinie. Er ist 4,85 Meter lang und hat einen Radstand von 2,90 Metern. Das Design soll sich an der Natur orientieren, vor allem an Meerestieren.

  • Front: Die Pixel-Scheinwerfer, von Aiva „Smart Light Eyes“ genannt, sollen Gesten erkennen und dynamische Lichtmuster zeigen. Die Frontpartie ist tief gezogen, der Stoßfänger erinnert an eine Haifischflosse und soll auch die Aerodynamik verbessern.
  • Luftführung: Zehn Luftkanäle und ein breiter Heckspoiler, den der Hersteller „Double Whale Tail“ nennt, sollen den Luftwiderstand senken.
  • Farben: In Paris zeigte Aiva drei Lackierungen: Sea Wolf Silver, Coral Purple und Flamingo Red. Je nach Licht und Blickwinkel sollen sie ihren Farbeindruck verändern.

Technische Daten zu Antrieb, Batterie und Reichweite nannte Aiva in der Mitteilung nicht. Auch Preis und Marktstart sind bislang offen. Bereits im August war ein getarnter ME7 bei Erprobungsfahrten im chinesischen Turpan gesichtet worden.

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Wer hinter Aiva steht

Hinter der Marke steht Saidou Technology, früher als Landian Technology bekannt. Größter Anteilseigner ist mit rund einem Drittel Seres, dessen Anteil bei 32,96 Prozent liegt. Das staatliche Unternehmen Shaci Zhiyuan aus dem Chongqinger Stadtbezirk Shapingba ist nach Angaben des Berichts größter Gesellschafter, CATL hält etwa 9,89 Prozent. Saidou entscheidet eigenständig über Markenstrategie, Produktdefinition und Vertrieb. Gefertigt wird im „Phoenix Factory“ genannten Werk von Seres.

Weniger Abhängigkeit von Huawei

Der Auftritt in Paris hat auch eine strategische Dimension. Seres verdankt einen großen Teil seines Geschäfts der Marke Aito, die gemeinsam mit Huawei betrieben wird. Huawei sichert sich dabei einen erheblichen Anteil der Gewinne. Die Marke Landian, bei der Huawei nicht beteiligt ist, schreibt dagegen keine Gewinne.

Aiva könnte hier einen Ausweg bieten. Der Autor der Quelle, Liu Miao von CarNewsChina, vergleicht das Modell mit Avatr, einer Marke mit ähnlich gelagerter Partnerschaftsstruktur. Zudem gilt die Aito-Kundschaft eher als älter, während Aiva gezielt jüngere Käufer ansprechen soll.

Einordnung

Die Wahl der Fashion Week als Bühne zeigt, dass Aiva sich als Lifestyle-Marke positionieren will, auch mit Blick auf Europa. Ob das gelingt, hängt von Fragen ab, die der Hersteller bisher nicht beantwortet hat: Technik, Preis und Vertriebsstart sind weiter unbekannt. Klar ist nur, dass Seres mit CATL im Rücken einen eigenen Weg abseits von Huawei sucht.

Bilder: Aiva

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