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Brandgefahr bei VW ID.4: Volkswagen startet weiteren Rückruf für 22.524 Elektro-SUVs

Volkswagen muss in den USA erneut Tausende ID.4 wegen eines möglichen Sicherheitsrisikos an der Hochvoltbatterie zurückrufen. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einer gefährlichen Wärmeentwicklung kommen. Bis eine technische Lösung bereitsteht, gilt eine klare Ladeempfehlung für die betroffenen Fahrzeuge.

Batterieproblem bislang nicht vollständig geklärt

Volkswagen hat eine weitere Rückrufaktion für sein elektrisches SUV ID.4 angekündigt. Betroffen sind insgesamt 22.524 Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2026 in den USA. Hintergrund ist ein mögliches Problem mit der Hochvoltbatterie, das im ungünstigsten Fall einen Fahrzeugbrand verursachen kann. Nach Angaben des Herstellers besteht das Risiko bei bestimmten Ladeprofilen in Verbindung mit einem Batterieladestand von mehr als 80 Prozent. Unter diesen Umständen könnte sich eine thermische Reaktion innerhalb der Batterie ausbreiten. Die genaue technische Ursache ist bislang noch nicht abschließend identifiziert.

Die betroffenen Batteriezellen stammen vom Zulieferer SK Battery America. Volkswagen hat die Untersuchung des Problems bereits im Juni aufgenommen. Im September entschied der Produktsicherheitsausschuss des Konzerns, angesichts der möglichen Folgen einen freiwilligen Rückruf einzuleiten – obwohl die Ursache noch nicht abschließend feststand.

Laden vorerst nur bis 80 Prozent

Bis eine dauerhafte Abhilfe verfügbar ist, empfiehlt Volkswagen den Besitzern der betroffenen Fahrzeuge, die Batterie auf höchstens 80 Prozent aufzuladen. Je nach Fahrzeugausstattung und Online-Anbindung kann sich diese Grenze auch technisch im Fahrzeug einstellen lassen.

Zusätzlich sind Warnhinweise als vorübergehende Sicherheitsmaßnahme vorgesehen. Eine endgültige Reparaturlösung befindet sich noch in der Entwicklung. Die ersten Benachrichtigungen an Fahrzeughalter sollen bis zum 27. November 2026 verschickt werden. Volkswagen schätzt, dass etwa 0,1 Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich von dem beschriebenen Fehler betroffen sind. Zwischen Januar 2024 und August 2026 wurden dem Unternehmen in den USA insgesamt 22 entsprechende Meldungen oder Beanstandungen bekannt. Der Rückruf wird bei Volkswagen unter dem Aktionscode 93EX geführt. Bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ist die Maßnahme unter der Referenznummer 26V630 registriert.

Erneuter Rückruf nach früheren Batterieproblemen

Die neue Maßnahme ist nicht der erste Rückruf des ID.4 wegen möglicher Risiken an der Hochvoltbatterie. Bereits im Januar 2026 hatte Volkswagen in den USA zwei Rückrufaktionen für zusammen 44.551 Fahrzeuge angekündigt. Bei den damaligen Fällen standen unter anderem falsch ausgerichtete Elektroden in Batteriezellen des Zulieferers SK Battery America im Mittelpunkt. Die aktuelle Untersuchung betrifft ebenfalls Batterien dieses Herstellers, allerdings ist ein unmittelbarer technischer Zusammenhang mit den früheren Problemen bislang nicht bestätigt.

Im Frühjahr hatte Volkswagen darüber hinaus weltweit fast 100.000 Elektrofahrzeuge auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) wegen potenzieller Batterieprobleme zurückgerufen. Der ID.4 gehörte auch damals zu den betroffenen Modellen.

Was der Rückruf für deutsche ID.4-Fahrer bedeutet

Die jetzt angekündigte Rückrufaktion bezieht sich auf Fahrzeuge in den USA. Aus den bislang verfügbaren Informationen ergibt sich nicht, dass sämtliche ID.4 derselben Modelljahre weltweit betroffen sind oder dass automatisch auch Fahrzeuge in Deutschland unter diese konkrete Maßnahme fallen.

Besitzer eines ID.4 sollten deshalb prüfen lassen, ob für ihr Fahrzeug eine Rückrufaktion hinterlegt ist. In den USA ist dies über die Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) und die offiziellen Informationsangebote von Volkswagen beziehungsweise der NHTSA möglich. Für Fahrzeuge in Deutschland sind Volkswagen-Vertragspartner und das Kraftfahrt-Bundesamt geeignete Anlaufstellen.

Der erneute Rückruf verdeutlicht, wie wichtig eine frühzeitige Erkennung potenzieller Sicherheitsrisiken bei Elektroauto-Batterien ist. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass Hersteller bereits dann Maßnahmen ergreifen können, wenn die genaue Fehlerursache noch untersucht wird. Für die betroffenen ID.4 bleibt die Begrenzung des Ladestands auf 80 Prozent vorerst die zentrale Vorsichtsmaßnahme, bis Volkswagen eine dauerhafte technische Lösung bereitstellt.

Bild: Volkswagen AG

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