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Honda WN7: Das erste echte Elektro-Motorrad von Honda

Honda steigt erstmals mit einem vollwertigen Elektromotorrad in den Markt ein. Die neue WN7 soll dabei nicht nur ein technologisches Aushängeschild sein, sondern vor allem eine alltagstaugliche Alternative zu klassischen Mittelklasse-Motorrädern darstellen. Mit bis zu 68 PS, Schnellladefunktion und einer Reichweite von bis zu 140 Kilometern zielt die WN7 auf Fahrer, die Elektromobilität ohne Kompromisse erleben möchten.

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Klassisches Motorrad-Design statt futuristischer Experimente

Optisch bleibt Honda bewusst konservativ. Die WN7 orientiert sich an klassischen Naked Bikes und verzichtet auf übertriebene Zukunftsoptik. Der Akku ist unter einer tankähnlichen Verkleidung integriert, während die schlanke Silhouette und die kompakten Proportionen an konventionelle Verbrenner erinnern. Damit soll der Umstieg auf ein Elektromotorrad möglichst vertraut wirken. Ein besonderes Merkmal ist die Konstruktion des Fahrwerks: Die Batterie fungiert gleichzeitig als tragendes Element. Diese Bauweise spart Gewicht und sorgt für eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Trotz der umfangreichen Technik bringt die WN7 fahrfertig 217 Kilogramm auf die Waage.

evtrend.de-honda-wn7-das-erste-echte-elektro-motorrad-von-honda-screenshot-2026-07-02-201215 Honda WN7: Das erste echte Elektro-Motorrad von Honda evtrend.de-honda-wn7-das-erste-echte-elektro-motorrad-von-honda-screenshot-2026-07-02-201209 Honda WN7: Das erste echte Elektro-Motorrad von Honda

100 Newtonmeter Drehmoment und bis zu 68 PS

Die stärkere Version der WN7 wird von einem wassergekühlten Elektromotor angetrieben, der eine Dauerleistung von 18 kW und eine Spitzenleistung von 50 kW beziehungsweise 68 PS erreicht. Das maximale Drehmoment beträgt beeindruckende 100 Newtonmeter und liegt damit auf dem Niveau vieler großvolumiger Verbrennungsmotorräder. Honda bietet außerdem eine auf 11 kW begrenzte Variante an, die bereits mit der Führerscheinklasse A1 beziehungsweise der B196-Erweiterung gefahren werden kann. Die Topversion beschleunigt auf bis zu 129 km/h und soll den Leistungsbereich eines klassischen 600-Kubik-Motorrads erreichen.

Die wichtigsten technischen Daten

Merkmal Honda WN7
Spitzenleistung 50 kW (68 PS)
Dauerleistung 18 kW (24 PS)
Drehmoment 100 Nm
Batterie 9,3 kWh Lithium-Ionen
Reichweite bis zu 140 km
Höchstgeschwindigkeit 129 km/h
Gewicht 217 kg
Schnellladen 20–80 % in rund 30 Minuten
Fahrmodi Sport, Standard, Rain, Econ

Schnellladen mit CCS2-Anschluss

Ein großer Vorteil der Honda WN7 ist die Unterstützung des CCS2-Ladestandards, der auch bei Elektroautos verwendet wird. Dadurch kann das Motorrad an öffentlichen Schnellladesäulen geladen werden. Eine Aufladung von 20 auf 80 Prozent soll lediglich etwa 30 Minuten dauern. An einer Wallbox ist eine vollständige Ladung in weniger als drei Stunden möglich. Gerade diese Ladefähigkeit könnte ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, da viele aktuelle Elektromotorräder noch auf langsamere oder proprietäre Ladesysteme setzen.

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Moderne Technik für den Alltag

Zur Ausstattung gehören ein 5-Zoll-TFT-Display, Smartphone-Konnektivität über Honda RoadSync sowie vier Fahrprogramme. Darüber hinaus bietet die WN7 einstellbare Rekuperation, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, eine Rangierhilfe für Vorwärts- und Rückwärtsfahrten sowie einen Geschwindigkeitsassistenten. Beim Fahrwerk kommen hochwertige Komponenten zum Einsatz. Eine 43-Millimeter-Upside-down-Gabel vorne sowie eine einarmige Hinterradschwinge sollen für präzises Handling sorgen. Gebremst wird über Doppelscheibenbremsen vorne und eine Einzelscheibe hinten.

Konkurrenz für Zero und LiveWire

Mit einem Preis von rund 15.000 Euro positioniert Honda die WN7 im Premiumsegment der Elektromotorräder. Dort trifft sie auf etablierte Hersteller wie Zero Motorcycles und LiveWire. Honda setzt dabei weniger auf maximale Reichweite oder Rekordwerte, sondern auf Alltagstauglichkeit, Verarbeitungsqualität und ein vertrautes Fahrerlebnis. Die WN7 könnte damit genau die Käufergruppe ansprechen, die bisher zwar Interesse an Elektromotorrädern hatte, bislang jedoch auf ein Modell eines großen, etablierten Herstellers gewartet hat.

Bilder: Honda

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