Ford Transit City ist bestellbar: Elektro-Transporter startet bei 35.990 Euro netto
Ford Pro hat den Bestellstart für den Transit City eingeläutet. Der kompakte Elektro-Transporter positioniert sich unterhalb des Transit Custom und richtet sich vor allem an Gewerbekunden, die im städtischen Liefer- und Servicebetrieb unterwegs sind. Die Preise beginnen bei 35.990 Euro netto.
Antrieb und Reichweite
Alle Varianten des Transit City teilen sich denselben Antriebsstrang: einen 110 kW starken Frontantrieb, gespeist von einer LFP-Batterie mit 56 kWh Nettokapazität. Nach WLTP-Norm kommt der Transporter damit auf eine Reichweite von bis zu 254 Kilometern – ausreichend für den innerstädtischen Verteilerverkehr, für den das Modell konzipiert wurde.
Karosserievarianten für unterschiedliche Einsatzzwecke
Kunden können zwischen zwei Kastenwagen-Größen sowie einem Fahrgestell wählen. Zur Auswahl stehen die Ausführungen L1H1 und L2H2, dazu erstmals bei Ford ein Fahrgestell mit Einzelkabine in der Ein-Tonnen-Nutzlastklasse. Damit lässt sich der Transit City auch als Basisfahrzeug für individuelle Aufbauten nutzen. Über zertifizierte Um- und Aufbaupartner von Ford lässt sich das Fahrzeug an spezifische Anforderungen anpassen; beim Händler ist zudem eine Bestellung als Pritsche oder mit Kofferaufbau möglich. Damit dürfte das Modell vor allem für Bäckereien, Lieferdienste und andere Gewerbetreibende mit klar umrissenem Einsatzprofil interessant sein.
Niedrigere Betriebskosten versprochen
Ford stellt gegenüber vergleichbaren Dieselmodellen deutlich geringere Betriebskosten in Aussicht. Neben dem Wegfall der Kraftstoffkosten soll auch der Wartungsaufwand um rund 40 Prozent sinken. Das schlägt sich laut Hersteller in großzügigeren Serviceintervallen von zwei Jahren beziehungsweise 40.000 Kilometern nieder.
Herkunft: Chinesische Wurzeln
Technisch ist der Transit City kein klassischer Transit, sondern basiert auf dem Touring EV der Jiangling Motors Corporation (JMC), an der Ford seit langem beteiligt ist. Gebaut wird das Fahrzeug über ein Gemeinschaftsunternehmen von Ford und JMC im chinesischen Nanchang und anschließend nach Europa exportiert. Diese Strategie soll die von Ford Pro angestrebte Kosteneffizienz des Modells überhaupt erst ermöglichen – ein Schritt, mit dem der Hersteller auf den wachsenden Preisdruck durch chinesische Wettbewerber im Elektro-Transporter-Segment reagiert.
Einordnung in die Transit-Familie
Mit dem Transit City erweitert Ford die Transit-Baureihe um ein fünftes Modell. Der Größe nach reiht er sich zwischen dem kleinen Transit Courier und dem Transit Custom ein und ergänzt damit neben Transit Connect und dem großen Transit ohne Zusatzbezeichnung das Nutzfahrzeugportfolio. Bis auf den Transit Connect sind mittlerweile alle Baureihen auch rein elektrisch erhältlich. Trotz der externen Fertigung soll der Transit City vollständig in das bestehende Ford-Pro-Ökosystem eingebunden werden, etwa über Ford Pro Telematics – ein Angebot, mit dem Ford bestehende Flottenkunden auch bei diesem Modell in der eigenen Markenwelt halten will.
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