Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+: Elektrischer AMG-GT startet für 115.430 Euro
Mercedes-AMG erweitert das neue GT 4-Türer Coupé um eine weitere Antriebsvariante. Der AMG GT 53 4MATIC+ ist in Deutschland ab sofort bestellbar und übernimmt künftig die Rolle des Einstiegmodells. Mit einem Grundpreis von 115.430 Euro inklusive Mehrwertsteuer ist der neue GT dabei fast 40.000 Euro günstiger als der bislang nächststärkere GT 55 4MATIC+. Damit verändert Mercedes-AMG auch die Positionierung der elektrischen GT-Baureihe: Der Einstieg erfolgt künftig nicht mehr zwingend über die leistungsstarken V8-Modelle, sondern über einen deutlich effizienter ausgelegten Elektroantrieb.
115.430 Euro statt über 154.000 Euro
Der Preisunterschied zu den stärkeren Varianten fällt erheblich aus. Der AMG GT 55 4MATIC+ startet in Deutschland bei 154.700 Euro, während der GT 63 4MATIC+ mit 196.350 Euro nochmals deutlich darüber liegt.
Der neue GT 53 liegt damit 39.270 Euro unter dem GT 55 und rund 81.000 Euro unter dem GT 63. Einen Preisnachlass auf den Listenpreis gibt es laut den aktuellen Angaben auch beim neuen Einstiegsmodell nicht. Interessant ist der GT 53 allerdings nicht nur wegen seines Preises. Die geringere Motorleistung wirkt sich auch positiv auf Gewicht, Verbrauch und Reichweite aus.
544 PS und 800 Nm
Für den Antrieb des GT 53 setzt AMG auf zwei permanent erregte Synchronmaschinen. Im Boost- beziehungsweise Race-Modus stehen bis zu 400 kW beziehungsweise 544 PS zur Verfügung. Das maximale Drehmoment beträgt 800 Nm. Damit beschleunigt das viertürige Elektro-Coupé in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 230 km/h elektronisch begrenzt. Wer das optionale AMG Drivers Package bestellt, kann die Begrenzung auf 250 km/h anheben. Im Vergleich zu GT 55 und GT 63 ist der Leistungsunterschied allerdings beträchtlich. Der GT 55 stellt bis zu 600 kW bereit, beim GT 63 sind sogar bis zu 860 kW möglich. Der GT 53 verfolgt somit eine andere Philosophie: Statt maximaler Leistung stehen eine ausgewogene Performance und eine höhere Alltagseffizienz im Vordergrund.
Weniger Leistung, mehr Reichweite
Mit einem DIN-Leergewicht von 2.375 Kilogramm ist der GT 53 rund 85 Kilogramm leichter als GT 55 und GT 63. Einen Teil dazu trägt die fehlende Allradlenkung bei.
Besonders deutlich wird der Vorteil bei der Reichweite. Mercedes-AMG gibt für den GT 53 eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 809 Kilometern an. Der kombinierte Energieverbrauch liegt je nach Konfiguration zwischen 15,6 und 18,5 kWh pro 100 Kilometer. Damit erzielt ausgerechnet das leistungsschwächste Modell die besten Reichweitenwerte innerhalb der aktuellen GT-4-Türer-Familie.
800-Volt-Technik mit bis zu 600 kW
Bei der Ladeperformance macht AMG keine Abstriche. Der GT 53 verfügt ebenso wie seine stärkeren Geschwister über eine 800-Volt-Architektur und eine nutzbare Batteriekapazität von 106 kWh.
An einer entsprechend leistungsfähigen DC-Ladesäule sind bis zu 600 kW Ladeleistung möglich. Der Ladezustand soll sich damit von 10 auf 80 Prozent in rund elf Minuten erhöhen lassen.
Nach zehn Minuten Ladezeit können laut den Angaben bis zu 70 kWh nachgeladen werden. Aufgrund seines niedrigeren Verbrauchs entspricht dies beim GT 53 rechnerisch einer zusätzlichen Reichweite von bis zu 534 Kilometern. Damit dürfte die Ladeleistung zu einem der entscheidenden technischen Argumente des neuen Einstiegsmodells werden – insbesondere für Kunden, die den GT nicht nur als sportliches Fahrzeug, sondern auch als Langstreckenfahrzeug einsetzen möchten.
AMG-Sound aus dem Lautsprecher
Trotz des rein elektrischen Antriebs soll der GT 53 akustisch nicht vollständig auf das AMG-Erlebnis verzichten. AMG integriert einen künstlich erzeugten Sechszylinder-Sound, der den Fahrer stärker mit dem Fahrzeug verbinden soll.
Das ist zugleich ein interessantes Detail bei einem Modell, das den klassischen AMG-Anspruch mit dem vollelektrischen Antrieb verbinden muss. Einen Verbrennungsmotor gibt es im GT 53 nicht – die akustische Inszenierung erfolgt entsprechend elektronisch.
Optisch etwas zurückhaltender
Auch äußerlich gibt es kleinere Unterschiede zu den stärkeren Modellen. Der GT 53 erhält unter anderem einen anders ausgeführten Frontgrill ohne die zusätzliche Lüftungserweiterung sowie eigene 19-Zoll-Räder.
Im Innenraum gehört in Deutschland das Beifahrerdisplay bereits zur Serienausstattung. Technisch bleibt die Ladeplattform dagegen auf dem gleichen hohen Niveau wie bei den leistungsstärkeren Varianten.
Der wahrscheinlich vernünftigste AMG-GT?
Mit dem GT 53 verändert sich die Frage innerhalb der elektrischen AMG-GT-Familie. Wer bislang maximale Leistung wollte, hatte mit GT 55 und GT 63 zwei entsprechend positionierte Modelle zur Auswahl. Der neue GT 53 richtet sich dagegen an Käufer, denen 544 PS mehr als ausreichend sind und die dafür eine höhere Reichweite sowie einen deutlich niedrigeren Einstiegspreis bevorzugen. Gerade die Kombination aus 3,9 Sekunden auf 100 km/h, bis zu 809 Kilometern WLTP-Reichweite und 600-kW-Ladeleistung macht den GT 53 zu einer ungewöhnlich ausgewogenen Variante.
Der Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+ ist seit 13. August 2026 in Deutschland bestellbar. Mit 115.430 Euro bildet er nun den Einstieg in die elektrische AMG-GT-Baureihe – und könnte damit für deutlich mehr Kunden interessant sein als die wesentlich teureren Spitzenmodelle. (MBpassion)
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