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Mars und REWE bauen elektrischen Güterverkehr aus

Der Lebensmittelhersteller Mars und der Handelskonzern REWE treiben die Elektrifizierung ihrer Lieferketten voran. Beide Unternehmen haben einen grenzüberschreitenden Transportkorridor zwischen den Niederlanden und Deutschland eingerichtet, auf dem insgesamt 47 batterieelektrische Lastwagen im Regelbetrieb eingesetzt werden. Ziel ist es, den Warentransport über mehrere Stufen der Lieferkette hinweg ohne lokale Emissionen abzuwickeln und gleichzeitig Erfahrungen für eine Skalierung des Konzepts zu sammeln.

Die Fahrzeuge verbinden Produktionsstandorte von Mars in Veghel, Viersen und Verden mit dem Logistikzentrum des Unternehmens in Minden. Von dort werden die Waren in das Logistiknetz von REWE überführt und unter anderem über das Verteilzentrum in Oranienburg an mehr als 300 Märkte sowie den Lieferservice des Handelsunternehmens verteilt.

An dem Projekt beteiligen sich beide Partner mit nahezu gleich großen Flotten. Mars stellt 23 Elektro-Lkw, REWE weitere 24 Fahrzeuge. Die Kooperation soll zeigen, dass batterieelektrische Nutzfahrzeuge nicht nur auf einzelnen Relationen, sondern auch entlang komplexer Lieferketten wirtschaftlich betrieben werden können.

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Nach Unternehmensangaben haben die bereits elektrifizierten Transportabschnitte seit Anfang 2024 beziehungsweise Anfang 2025 zusammen rund 2,4 Millionen Kilometer zurückgelegt. Dadurch seien etwa 750.000 Liter Dieselkraftstoff und rund 2.600 Tonnen CO₂-Emissionen auf Well-to-Wheel-Basis eingespart worden.

Für den Lebensmitteleinzelhandel gewinnt die Elektrifizierung der Logistik zunehmend an Bedeutung. Unternehmen stehen unter Druck, ihre Emissionen entlang der Lieferkette zu reduzieren, während gleichzeitig steigende CO₂-Kosten und regulatorische Vorgaben Investitionen in alternative Antriebe beschleunigen. Batterieelektrische Lastwagen gelten insbesondere auf planbaren Regional- und Pendelverkehren als derzeit wirtschaftlichste Alternative zum Diesel.

REWE verweist darauf, dass sich ein wachsender Teil der elektrischen Transporte inzwischen bereits günstiger betreiben lasse als vergleichbare Dieselverkehre. Ausschlaggebend seien niedrigere Energie- und Wartungskosten sowie eine optimierte Einsatzplanung der Fahrzeuge. Mit dem gemeinsamen Pilotkorridor wollen beide Unternehmen nun Erkenntnisse darüber gewinnen, unter welchen Voraussetzungen sich ein vollständig elektrifizierter Güterverkehr auch auf komplexeren Transportnetzwerken wirtschaftlich realisieren lässt.

Bilder: MARS

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