smart #1 bekommt 800-Volt-Technik: Facelift lädt in zwölf Minuten
smart modernisiert seinen Elektro-Crossover #1 gründlich. Das Facelift bringt erstmals eine 800-Volt-Architektur, eine neue Batterie und zahlreiche Detailverbesserungen. Zunächst profitiert allerdings nur der chinesische Markt.
Mit dem #5 hat smart den Schritt zur 800-Volt-Technik bereits vollzogen – wenn auch nicht in allen Varianten. Nun folgt der kleinere #1. Im Zuge einer umfangreichen Modellpflege stellt der Hersteller den Elektro-Crossover in China auf eine neue Hochvolt-Plattform um und verspricht deutlich kürzere Ladezeiten sowie eine effizientere Antriebstechnik.
Im Mittelpunkt der Überarbeitung steht der Wechsel von der bisherigen 400-Volt- auf eine 800-Volt-Architektur. Nach Herstellerangaben unterstützt das neue System eine sogenannte 6C-Ladetechnologie. Unter optimalen Bedingungen soll sich der Akku damit in nur zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen – ein Wert, der den smart #1 in die Spitzengruppe seiner Fahrzeugklasse bringen würde.
Neue Batterie mit hoher Lebensdauer
Für das Facelift setzt smart auf eine neue Batterie aus dem Geely-Konzern. Die sogenannte „Shield Gold Brick Battery“ soll rund 3.500 Ladezyklen verkraften und damit eine besonders hohe Lebensdauer bieten. Angaben zur Batteriekapazität oder zur Reichweite macht smart bislang nicht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es sich weiterhin um einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) handelt.
Ebenfalls neu ist das sogenannte „Thunder 16-in-1“-Antriebssystem. Dabei werden mehrere Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs in einer kompakten Einheit zusammengefasst. Das reduziert Bauraum und Gewicht und soll gleichzeitig den Wirkungsgrad verbessern. Konkrete Leistungsdaten nennt smart allerdings noch nicht.
Neue Türgriffe statt ausfahrbarer Griffe
Auch optisch fällt das Facelift auf – wenn auch eher im Detail. Die bisher elektrisch ausfahrenden Türgriffe entfallen. Stattdessen kommen versenkte Muldengriffe zum Einsatz, wie sie inzwischen bei zahlreichen chinesischen Herstellern zu finden sind. Hintergrund dürften neue Sicherheitsvorgaben sein, die ausfahrbare Türgriffe zunehmend kritisch bewerten. Hinzu kommen ein leicht überarbeiteter Dachspoiler, neue 19-Zoll-Leichtmetallräder sowie zusätzliche Zweifarblackierungen. Die Karosserie selbst bleibt dagegen weitgehend unverändert.
Größeres Display und mehr als 200 Detailverbesserungen
Im Innenraum hält smart am bekannten Cockpitkonzept fest. Für die chinesische Version nennt der Hersteller jedoch einen auf 15,4 Zoll gewachsenen Zentralbildschirm. Das bisherige europäische Modell verfügt über ein 12,8-Zoll-Display. Darüber hinaus spricht smart von mehr als 200 Optimierungen, ohne sämtliche Änderungen im Detail aufzulisten.
Europa muss sich gedulden
Die Modellpflege startet zunächst ausschließlich in China. Ob smart die technische Überarbeitung auch nach Europa bringt, ist derzeit offen. Angesichts der deutlich schnelleren Ladeleistung dürfte die Nachfrage allerdings groß sein. Schließlich gehört die 800-Volt-Technik inzwischen zu den wichtigsten Entwicklungsschritten bei modernen Elektroautos und setzt sich zunehmend auch im Volumensegment durch. Sollte smart das Facelift unverändert nach Europa bringen, würde der #1 technisch einen deutlichen Sprung machen. Vor allem die drastisch verkürzten Ladezeiten könnten den Elektro-Crossover gegenüber der bisherigen Version erheblich attraktiver machen.
Bilder: smart
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