BYD Denza Z: Chinas Angriff auf die elektrische Supersportwagen-Elite
Mit 1.582 PS, bis zu 350 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer geplanten Markteinführung im Juli setzt BYDs Premium-Marke Denza ein deutliches Zeichen im globalen Sportwagensegment. Der neue Denza Z soll nicht weniger als etablierte Hersteller wie Porsche, Mercedes-AMG oder Ferrari herausfordern.
Leistung auf Hypercar-Niveau
Im Rahmen des chinesischen Homologationsverfahrens wurden nun die technischen Daten des Denza Z offiziell bekannt. Das Elektro-Sportcoupé verfügt über einen Dreimotoren-Antrieb mit einer Systemleistung von 1.180 kW beziehungsweise 1.582 PS. Ein Elektromotor an der Vorderachse leistet 500 kW, während zwei weitere Motoren an der Hinterachse zusammen 680 kW beisteuern. Damit übertrifft der Denza Z selbst zahlreiche renommierte Hochleistungssportwagen. Die stärkste Variante soll eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h erreichen. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h werden weniger als zwei Sekunden erwartet.
Drei Varianten zum Marktstart
Denza plant den Marktstart mit mehreren Karosserieversionen. Neben einem klassischen Coupé wird es ein Cabriolet mit Stoffverdeck sowie eine besonders sportlich ausgelegte Track-Version geben. Alle Varianten bieten überraschenderweise vier Sitzplätze. Das Cabriolet misst 4,78 Meter in der Länge, ist knapp zwei Meter breit und verfügt über einen Radstand von 2,78 Metern. Die Hardtop-Version fällt etwas flacher aus und erhält breitere Hinterreifen für eine noch sportlichere Fahrdynamik.
Eigenständiges Design statt Kopie
Optisch entfernt sich Denza deutlich vom bisherigen Markenauftritt, der bislang vor allem von luxuriösen Limousinen, SUVs und Vans geprägt war. Der Z präsentiert sich mit langer Frontpartie, markanten Kotflügeln, ausgeprägtem Heckdiffusor und einer flachen Silhouette. Charakteristisch sind zudem die diamantförmigen Rückleuchten und die großen Lufteinlässe. Die Performance-Version erhält darüber hinaus einen großen Heckflügel sowie eine nochmals aggressivere Aerodynamik.
Moderne BYD-Technologie an Bord
Unter der Karosserie arbeitet BYDs bekannte Blade-Batterietechnologie auf Lithium-Eisenphosphat-Basis (LFP). Ergänzt wird sie durch die neueste Schnellladetechnik des Konzerns, die extrem hohe Ladeleistungen ermöglichen soll. Zudem kommen das adaptive Fahrwerk DiSus-M sowie moderne Fahrerassistenzsysteme zum Einsatz.
Ein weiteres technisches Highlight ist das Steer-by-Wire-System, bei dem keine mechanische Verbindung mehr zwischen Lenkrad und Vorderrädern besteht. Diese Technologie hatte Denza bereits bei der Vorstellung des Konzeptfahrzeugs hervorgehoben.
Herausforderung für Europas Sportwagenhersteller
Mit dem Denza Z verfolgt BYD eine klare Strategie: Das Unternehmen will sich nicht länger nur als Hersteller preiswerter Elektroautos positionieren, sondern auch im Premium- und Hochleistungssegment mitmischen. Beobachter sehen im Denza Z einen direkten Herausforderer für elektrische Sportwagen von Porsche sowie für kommende Hochleistungsmodelle europäischer Hersteller. Der offizielle Marktstart in China ist für Juli 2026 vorgesehen. Gleichzeitig bereitet Denza seine Expansion nach Europa vor. Erste öffentliche Auftritte außerhalb Chinas werden unter anderem beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien erwartet.
Fazit
Der Denza Z markiert einen weiteren Meilenstein für Chinas Automobilindustrie. Mit 1.582 PS, Hypercar-Fahrleistungen und modernster Elektrotechnik zeigt BYD, dass chinesische Hersteller längst nicht mehr nur im Volumensegment konkurrieren. Sollte Denza die angekündigten Leistungswerte und Technologien zu einem wettbewerbsfähigen Preis auf die Straße bringen, könnte der Z zu einem der spannendsten Elektro-Sportwagen des Jahres 2026 werden.
Bilder: MITT
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