Der neue Mercedes GLA kommt zuerst elektrisch
Er ist Mercedes‘ Verkaufsschlager im Kompaktformat – jetzt hat der GLA einen kompletten Neustart hingelegt. Ab Ende Juli lässt sich das SUV bestellen, im November rollen die ersten Exemplare zu den Kunden. Was sich ändert: praktisch alles.
Wer in den vergangenen Jahren einen kompakten Mercedes mit SUV-Silhouette wollte, landete fast automatisch beim GLA. Genau deshalb hat sich der Autobauer bei der Neuauflage viel vorgenommen: mehr Platz, mehr Reichweite, mehr Charakter – und ein Innenraum, der sich anfühlen soll wie eine vertraute Umgebung, kaum dass man einsteigt.
Auftritt mit Wiedererkennungswert
Auffälligstes äußeres Merkmal ist der beleuchtete Kühlergrill, den bislang nur größere Mercedes-Modelle trugen und der nun erstmals ins Kompaktsegment einzieht. Mehr als 600 kleine, von hinten beleuchtete Punkte lassen ihn bei Dunkelheit regelrecht leuchten – ein Detail, das dem GLA nachts eine deutlich eigenständigere Präsenz verleiht. Dazu passt die neue Karosserieform: flacher, breiter, mit längerem Radstand. Wer möchte, wählt zwischen vier Ausstattungslinien von eher zurückhaltend bis sportlich-aggressiv, dazu gibt es eine dunkel gehaltene Night-Edition für alle, die es dezent-auffällig mögen.
Reichweite für den Wochenendtrip
Zum Verkaufsstart gibt es den GLA ausschließlich elektrisch, wahlweise mit 165, 200 oder 260 kW Leistung. Die stärkste Version schafft es in etwas mehr als fünf Sekunden auf Landstraßentempo. Wichtiger für den Alltag dürfte die Reichweite sein: Bis zu 657 Kilometer sollen mit einer Ladung möglich sein – genug, um beispielsweise ohne Zwischenstopp von Berlin nach München zu fahren. Muss doch nachgeladen werden, geht das dank moderner 800-Volt-Technik zügig: Zehn Minuten an einer Schnellladesäule sollen für rund 270 zusätzliche Kilometer reichen. Wer lieber weiterhin einen Verbrenner im GLA haben möchte, muss sich bis 2027 gedulden – dann kommt eine Hybridversion, die in der Stadt rein elektrisch unterwegs sein kann.
Ein Wohnzimmer auf Rädern
Im Innenraum hat Mercedes ordentlich nachgelegt: Die Passagiere im Fond profitieren von deutlich mehr Beinfreiheit, der Kofferraum wächst auf 410 Liter, bei umgeklappten Sitzen passen bis zu 1.400 Liter hinein. Wer aufs Elektromodell setzt, bekommt zusätzlich einen kleinen Frunk unter der vorderen Haube – praktisch für Ladekabel oder die Sporttasche. Blickfang ist der optionale Bildschirm, der sich durchgehend über das gesamte Armaturenbrett zieht und Tacho, Infotainment und einen eigenen Screen für den Beifahrer in einer Glasfläche vereint. Gesteuert wird vieles über einen digitalen Assistenten, der sich – so das Versprechen von Mercedes – im Gespräch anfühlen soll wie ein gut informierter Bekannter: Er kennt Ladesäulen in der Nähe ebenso wie aktuelle Aktienkurse oder die Schneelage auf der Skipiste.
Was der Spaß kostet
Los geht es beim GLA 200 elektrisch für 40.840 Euro netto beziehungsweise 48.599,60 Euro brutto. Für die mittlere Version GLA 250+ elektrisch werden mindestens 54.978 Euro brutto fällig, das Topmodell GLA 350 4MATIC elektrisch startet bei 58.107,70 Euro brutto. Bestellbar ist der neue GLA ab dem 30. Juli 2026, die ersten Fahrzeuge sollen im November bei den Kundinnen und Kunden ankommen.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG
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