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Tesla Semi erreicht 1,2 Megawatt Ladeleistung

Tesla hat mit dem Tesla Semi einen neuen Meilenstein im Bereich elektrischer Lkw erreicht. In einem aktuellen Test lädt der Elektro-Sattelzug mit einer Spitzenleistung von 1,2 Megawatt. Damit demonstriert Tesla erstmals, dass das Megawatt-Laden von E-Lkw technisch umsetzbar ist und sich für den Fernverkehr eignet.

Die Ladeleistung wurde an einem speziell entwickelten Tesla Megacharger gemessen, der für schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt ist.

Warum 1,2 Megawatt für Elektro-Lkw entscheidend sind

Im elektrischen Fernverkehr gelten Ladezeiten als größtes Hindernis. Herkömmliche Schnellladesysteme für Pkw liefern maximal 350 kW – für schwere Lkw mit großen Batterien ist das nicht ausreichend.

Mit 1,2 MW Ladeleistung kann ein Elektro-Lkw wie der Tesla Semi:

  • mehrere hundert Kilometer Reichweite nachladen

  • innerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten geladen werden

  • Standzeiten auf Diesel-Niveau erreichen

Damit wird der E-Lkw erstmals wirtschaftlich konkurrenzfähig.

Tesla Semi: Reichweite, Batterie und Ladezeit

Der Tesla Semi soll über eine Batterie mit rund 800 bis 900 kWh verfügen und eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern erreichen. Bei optimaler Ladekurve könnten bei 1,2 MW:

  • 10–80 % Ladung in unter 45 Minuten

  • bis zu 20 kWh Energie pro Minute

geladen werden. Diese Werte passen exakt zu den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten im Güterverkehr.

Megawatt Charging System (MCS) als technischer Standard

Tesla orientiert sich beim Semi am Megawatt Charging System (MCS) – einem internationalen Ladestandard für schwere Elektrofahrzeuge. Das System erlaubt deutlich höhere Ströme als herkömmliche CCS-Lader und ist speziell für Elektro-Lkw konzipiert.

Tesla plant den Ausbau eines eigenen Megacharger-Netzes, das langfristig auch mit anderen MCS-fähigen Lkw kompatibel sein soll.

Serienproduktion des Tesla Semi ab 2026

Nach mehreren Verzögerungen soll die Serienproduktion des Tesla Semi 2026 starten. Gefertigt wird der Elektro-Lkw in der Gigafactory Nevada. Erste Vorserienfahrzeuge sind bereits bei Logistik- und Industrieunternehmen im Einsatz.

Tesla sieht den Semi vor allem als Alternative zu Diesel-Lkw auf Langstrecken mit hohem täglichen Kilometerbedarf.

Herausforderungen beim Megawatt-Laden von Lkw

Trotz der hohen Ladeleistung bleiben offene Fragen:

  • Netzanschlüsse im Megawatt-Bereich

  • Kühlung von Kabeln und Batterien

  • Kosten für Ladeinfrastruktur

  • Stabilität der Ladekurve über längere Zeit

Der Erfolg elektrischer Lkw hängt daher nicht nur von der Fahrzeugtechnik, sondern maßgeblich vom Infrastruktur-Ausbau ab.

Fazit: Tesla Semi bringt Elektro-Lkw in den Fernverkehr

Mit einer Ladeleistung von 1,2 Megawatt zeigt Tesla, dass Elektro-Lkw für den Fernverkehr technisch machbar sind. Der Tesla Semi könnte damit einen Wendepunkt für die Transportbranche markieren – vorausgesetzt, Ladeinfrastruktur und Stromnetze wachsen schnell genug mit.

Quelle/Bilder: Tesla

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