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Tesla im Sinkflug: Auslieferungen brechen erneut ein

Tesla, einst Synonym für rasantes Wachstum in der Elektromobilität, steht unter massivem Druck. Die Fahrzeugauslieferungen sanken im vierten Quartal 2025 erneut, und das Gesamtjahr schloss mit rückläufigen Zahlen – ein deutlicher Einschnitt in die Erfolgsgeschichte des US-Herstellers.

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Rückgang im Schlussquartal

Im vierten Quartal lieferte Tesla 418.227 Fahrzeuge aus, etwa 15–16 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Produktion lag mit 434.358 Einheiten ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Haupttreiber bleiben die Modelle Model 3 und Model Y, die rund 97 % der Auslieferungen ausmachen. Für 2025 meldete Tesla 1,64 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge, ein Rückgang von 8,6 % gegenüber 2024. Damit setzt sich die Abwärtsentwicklung fort, die bereits im Vorjahr begonnen hatte. Analysten sehen darin ein Warnsignal: Tesla verliert Marktanteile und steht unter zunehmendem Druck durch Wettbewerber.

Wettbewerb und Nachfrageprobleme

Mehrere Faktoren belasten Tesla:

  • Harter Wettbewerb: Insbesondere chinesische Hersteller wie BYD überholten Tesla 2025 als größten EV-Anbieter weltweit.
  • Sinkende Nachfrage in Kernmärkten: Europa und China verzeichneten spürbar niedrigere Registrierungen.
  • Politische und Image-Faktoren: Das Auslaufen staatlicher Förderungen und Kontroversen um CEO Elon Musk belasten die Nachfrage zusätzlich.

Lichtblick Energiespeicher

Trotz schwacher Fahrzeugauslieferungen glänzt Tesla im Bereich Energiespeicher: Mit 14,2 GWh ausgelieferter Speicherkapazität im vierten Quartal wurden neue Rekorde aufgestellt – ein stabilisierender Faktor für Investoren.

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Ausblick 2026

Tesla setzt auf Modellinnovationen und neue Marktsegmente, darunter autonome Fahrzeuge und Robotaxis. Ob dies die rückläufige Nachfrage kurzfristig ausgleichen kann, bleibt offen.

Fazit: Tesla steht vor einer schwierigen Phase. Sinkende Auslieferungen, steigender Wettbewerbsdruck und strukturelle Marktveränderungen machen den Druck auf das Unternehmen deutlich. Energiespeicher und neue Projekte könnten jedoch Stabilität bringen.

Bilder: Tesla

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