Mercedes erprobt erweiterten Level-2-Autopiloten im Stadtverkehr von San Francisco
Mercedes-Benz treibt die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen weiter voran und testet derzeit einen erweiterten Level-2-Autopiloten im anspruchsvollen Stadtverkehr von San Francisco. Zum Einsatz kommt ein seriennaher Mercedes CLA, der sich selbstständig durch dichte Verkehrssituationen bewegt – inklusive Kreuzungen, Ampeln, Spurwechseln und unvorhersehbaren Verkehrsteilnehmern.
Im Gegensatz zu klassischen Assistenzsystemen übernimmt das neue System deutlich mehr Fahraufgaben. Es analysiert seine Umgebung in Echtzeit, reagiert auf Verkehrszeichen sowie Lichtsignale und passt Geschwindigkeit sowie Fahrspur situativ an. Dennoch bleibt der Fahrer jederzeit verantwortlich und muss das System permanent überwachen – ein klarer Unterschied zu hochautomatisierten Lösungen nach SAE-Level 3.
Die Erprobung in San Francisco gilt als bewusst gewählte Bewährungsprobe. Der urbane Mix aus steilen Straßen, komplexen Kreuzungen und hohem Verkehrsaufkommen liefert realistische Daten für die Weiterentwicklung der Software. Mercedes setzt dabei auf leistungsfähige Rechnerarchitekturen und KI-basierte Sensorfusion, um die Systeme schrittweise zu verfeinern.
Mit diesem Ansatz verfolgt der Hersteller eine vorsichtige, aber konsequente Strategie: Statt frühzeitig die Haftung für autonomes Fahren zu übernehmen, setzt Mercedes auf hochentwickelte Assistenzsysteme, die den Alltag spürbar entlasten, ohne den Fahrer aus der Verantwortung zu entlassen. Die aktuellen Tests markieren damit einen weiteren Zwischenschritt auf dem Weg zu höherer Automatisierung im Straßenverkehr.
Quelle: https://mbpassion.de/2026/01/mercedes-testet-level2-autopilot-in-san-francisco/
Bilder: Mercedes-Benz Group AG
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